Weihnachtsfeier der AG Migration machte allen Spaß

Wie einen schönen Abschluss nach einem intensiven Jahr politischer Arbeit gestalten? Vertreter/innen des Hürther Integrationsrates und andere Aktive – teils mit Angehörigen – hatten sich zusammengefunden. Sichtlich gute Stimmung herrschte auf der Weihnachtsfeier der AG Migration (AGM) der Hürther SPD im „Klamottenlädchen“ des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ (ZMO). Deren Vorsitzende Natascha Baldizhar – selbst Mitglied des Integrationsrates – hatte nicht nur den Raum und Naturalien zur Verfügung gestellt, sondern ihn auch noch liebevoll dekoriert.

Der AGM – Vorsitzende Joachim Tonn dankte ihr dafür und merkte an: „Angela Merkels gut gemeintes: Wir schaffen das! greift zu kurz. Vielmehr muss es heißen: Wir wollen das! Wir wollen, dass notleidende Menschen auch weiterhin bei uns Aufnahme finden. Wir werden dazu beitragen, dass Integration gelingt, ohne die Interessen von Einheimischen und anderen Migrant/innen aus den Augen zu verlieren!“

Weihnatsfeier in ZMO

Weihnatsfeier in ZMO

Weihnachtsgruß von Joachim Tonn, Mitglied der SPD-Fraktion im Hürther Stadtrat und Integrationsrat der Stadt Hürth

  Joachim-Tonn         Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

das Jahr 2014 liegt fast hinter uns. Leider kann die Freude über unseren überwältigenden Sieg bei der Integrationsratswahl nicht den Schmerz über die verlorene Ratswahl in Hürth und den damit verbundenen Verlust unserer sozialdemokratischen Mehrheit aufwiegen. Nun brauchen wir erst recht mit Stephan weiterhin wie seit 1979 einen SPD – Bürgermeister. Er ist der geeignete Kandidat und wird unsere volle Unterstützung haben. Das klappt schon.

Aber ich möchte den Blick über Hürth hinaus lenken. Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Sie flüchten vor Not, Hunger, Elend, Vertreibung, Folter und politischer Verfolgung, Mord und Vergewaltigung. Viele sind gestrandet und in den riesigen Flüchtlingslagern im Nahen Osten notdürftig untergebracht. Manche riskieren ihr Leben auf zumeist seeuntauglichen Schiffen. Die es bis zu uns schaffen, bitten um Aufnahme und Solidarität.

Das ist nicht neu. Jesus war ein Flüchtlingskind aus einer proletarischen Familie. Er kam vor fast 2000 Jahren in einer Notunterkunft zur Welt, in Bethlehem im Stall.“ Ich war fremd, ich war obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen.“ So sagt er in der Bibel. Allen Flüchtlingen unserer Zeit wünsche ich, dass auch sie Aufnahme finden, damit sie neuen Lebensmut, neue Hoffnung und eine gute Perspektive für die Zukunft finden.

Euch allen wünsche ich gesegnete Weihnachten, einen guten Rutsch und ein schönes Neues Jahr.

Bis bald und Glück auf!

Joachim

Flüchtlinge: Willkommenskultur für Hürth!

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In der Mitte zwischen der sitzenden Aynur Karakurt und dem stellvertr. Integrationsratsvorsitzenden Yücel Demirci steht Stephan Renner, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der Hürther SPD, rechts davon Claus – Ulrich Prölß vom Flüchtlingsratsrat Köln, daneben der Integrationsratsvorsitzende Bektas Metin

„Flüchtlinge fallen nicht vom Himmel. Viele haben viel zu lange gezögert, ausreichend menschenwürdigen Wohnraum zu schaffen und eine Betreuung der oft traumatisierten Menschen zu organisieren.“ Claus – Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrates, besuchte die Arbeitsgruppe Migration der Hürther SPD. Er berichtete über die Situation der Unterbringung von Flüchtlingen insbesondere in Köln.

Die dort bevorzugte Form der Unterbringung ist die in normalen Wohnungen, was übrigens deutlich kostengünstiger ist als die in großen Einrichtungen wie ehemaligen Hotels. Leider reicht der Wohnraum nicht aus, und es kommt zu Notlösungen wie Baumarkt und Turnhalle. Einig waren sich alle in der Ablehnung einer solchen Konzentration in Großeinrichtungen. Dies stelle eine Zumutung für die dort lebenden Flüchtlinge dar und bedeute eine Gefahr für den sozialen Frieden in der Umgebung. „Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Hürth hat für uns eine hohe Priorität. Wir müssen die Leute willkommen heißen und alles daran setzen, ein nachbarschaftliches Miteinander zu organisieren.“, so Stephan Renner, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der Hürther SPD.

Joachim Tonn, Hürther SPD – Antrag: Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen und soziale Konflikte vermeiden

Joachim-Tonn

Schlimme Bilder sehen wir im Fernsehen: Kriege, Gräueltaten islamistischer Terroristen, überquellende, riesige Zeltstädte für Flüchtlinge im Nahen Osten, Menschen, die hungrig aus Nordafrika kommend ihr Leben auf seeuntauglichen Booten riskieren, um Europa zu erreichen. Viele ertrinken. Immer mehr Flüchtlinge kommen auch nach Deutschland. Die Landesregierung rechnet im Vergleich zu 2013 mit einem Zuwachs von mindestens 37.000 neuen Asylbewerbern. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um fast 60%.

All das hat Auswirkungen auf Hürth. Von Januar 2013 bis August 2014 stiegen die Asylbewerberzahlen von 89 auf 186. Wie sieht das praktisch aus? Die in NRW für die Verteilung und Zuweisung auf die 396 Städte und Gemeinden des Landes zuständige Bezirksregierung Arnsberg ruft beim Sozialamt der Stadt Hürth an oder schickt eine Mail mit der Aufforderung, in 2 – 3 Tagen oder manchmal auch am Folgetag z. B. eine Flüchtlingsfamilie aus einer Einrichtung abzuholen und in Hürth menschenwürdig unterzubringen. Das Sozialamt organisiert den Transport und bringt die Menschen in einem der z. Zt. 8 städtischen Übergangsheime unter. Am 08.09.2014 waren dort gerade noch 24 Plätze verwendbar.

Die Flüchtlinge dürfen am Anfang weder arbeiten noch die Stadt verlassen. Ein Dach haben sie über dem Kopf und werden mit Nahrungsmitteln sowie medizinisch grundversorgt. Viele helfen ihnen oder wollen helfen: Die städtischen Hausmeister der Heime im Rahmen ihrer Möglichkeiten, soziale Einrichtungen, Männer und Frauen z. B. aus Kirchengemeinden und anderen Religionsgemeinschaften.

Angesichts der zu erwartenden Herausforderungen müssen wir noch mehr tun, nämlich weitere geeignete Unterkünfte bereitstellen und die Flüchtlinge möglichst gleichmäßig auf die Hürther Ortsteile verteilen, um sozialen Konflikten entgegenzuwirken. Deswegen hat unsere Stadtratsfraktion im Integrationsrat einen Antrag gestellt und die Verwaltung gebeten, entsprechenden Wohnraum zu suchen. bzw. zu schaffen. Es soll geprüft werden, ob weitere hauptamtliche städtische Kräfte zur Betreuung erforderlich sind und ob Drittmittel eingeworben werden können. Schließlich sollen alle Akteure und Interessenten in diesem Bereich durch einen runden Tisch vernetzt werden und die Verwaltung soll regelmäßig in den zuständigen Ausschüssen berichten.

Integrationsrat der Stadt Hürt: Bektas Metin bleibt Vorsitzender des Integrationsrates

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Pressemitteilung derSPD-Fraktion im Rat der Stadt Hürth
Integration als Querschnittsaufgabe betrachten
Bei der konstituierenden Sitzung des Integrationsrates wurde Bektas Metin einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Metin war bereits in der letzten Sitzungsperiode Vorsitzender dieses Gremiums.“ Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir die Mitglieder des Integrationsrates entgegenbringen. Wir haben in den nächsten Jahren noch vielfältige Aufgaben vor uns. Dazu zählt in erster Linie, dass wir Integration als Querschnittsaufgabe begreifen, die alle Lebensbereiche umfasst. Aktuell stehen wir vor der Aufgabe, die an-kommenden Flüchtlinge in menschenwürdigen Unterkünften unterzubringen“, so Bektas Metin.
Zum stellv. Vorsitzenden wurde Yücel Demirci gewählt. Auch Demirci bringt die Erfahrun-gen aus der letzten Ratsperiode mit.
Der Integrationsrat besteht aus insgesamt 11 Mitgliedern. 7 Mitglieder wurden bei der In-tegrationsratswahl gewählt. Bei dieser Wahl gewann die „Offene Liste“ der SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Bektas Metin 71,65% der Stimmen und erhielt 5 von 7 Sitzen. 2 Sitze gingen an die CDU-Liste „Bündnis für Integration und Zusammenarbeit“. Vier Mitglieder wurden vom Rat benannt. SPD und CDU stellen davon jeweils zwei. „Wir werden mit un-serer Mehrheit im Integrationsrat verantwortungsvoll umgehen“, so Metin.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Michael Kleofasz
Fraktionsgeschäftsführer

Dialogtag

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Das Hürther Netzwerk
Chancen für Kinder – Armutsfolgen Vermeiden
lädt ein zum
Dialogtag
für Familien, Fachkräfte und Politik
Sa, 20.09.2014,14:00 – 17:00 Uhr
Musikschule Hürth & Jugendzentrum Hürth

Einladung

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Einladung
zum Tag der offenen Tür am Samstag, den 13. September 2012
Jugendzentrum Hürth